– dieser Artikel wurde am 03.04.2020 modifiziert –

Warum ich glaube, dass ein guter Zweck nicht jedes Mittel heiligt

„Stay the fuck home“. Egal wo ich (online) hinschaue – diese vier Worte begleiten mich seit Wochen durch den Tag – bei Facebook, bei Instagram, ja sogar bei Whatsapp. Wenn ich mir Fotos meiner Freunde ansehe, dann sehe ich gleichzeitig diesen Appell.

„Stay the fuck home.“ Eine glasklare Aufforderung. Kurz und knapp. Unmissverständlich. Hier wird nicht lange gefackelt oder um den heißen Brei geredet. Das wäre wohl auch unangemessen, in Zeiten, in denen es doch um’s nackte Überleben geht.

„Stay the fuck home.“ Irgendetwas stört mich an diesem Appell. Irgendetwas daran ruft Unwohlsein in mir hervor – ein diffus ungutes Gefühl.

In diesem Artikel soll es nicht um das Corona-Virus gehen. Aber um unseren Umgang damit.


Am Anfang war das Wundern:
Warum fordern mich Menschen, die ich ansonsten für höflich, reflektiert und empathisch halte, plötzlich täglich dazu auf, „verfickt“ nochmal zuhause zu bleiben?
Was ist passiert, dass „the fuck“ plötzlich eine völlig angemessene Art des Umgangston scheint?
Und woher kommt der Drill-Instructor, den ich meine, hinter diesem Appell herauszuhören?

In mir regt sich erst Unmut, dann Widerstand und Trotz. Man könnte auch sagen: Ungehorsam.

Ach du meine Güte.. ernsthaft?

Muss ich denn wirklich auch in solchen Zeiten, wie wir sie gerade haben, mit meinen rebellischen Gedanken um die Ecke kommen – wo wir doch ganz offenbar weit größere Probleme zu bewältigen haben?!
Kann ich denn nicht einfach mal für einen Moment Ruhe geben, ohne das alles groß zu hinterfragen?

Meine Antwort darauf lautet kurzum: Nein. Kann ich nicht.

Denn ich bin überzeugt: Gerade in solchen Zeiten brauchen wir sie – die kritisch-hinterfragenden Gedanken.

„Please keep distance“
Sich anfassen und in den Arm nehmen ist das neue Rauchen — wer es immer noch macht, trotz eindringlicher Warnungen und abschreckender Krankheits-Szenarien, der gilt als unbelehrbarer Rebell, dem die eigene Gesundheit und die seiner Mitmenschen egal ist.

Der kleine Unterschied: Im Gegensatz zum Rauchen belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien, dass Körperkontakt und -nähe überwiegend positive Effekte auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben:

Berührungen haben vor allem eine vorbeugende Wirkung. Verschiedene Studien mit Mäusen und Menschen haben gezeigt, dass Berührungen das Immunsystem stärken. (…) Menschen, die jeden Tag umarmt werden, sind weniger anfällig für Erkältung.“ (Artikel bei Quarks.de)

Was also, wenn die aus lauter Fürsorge heraus getätigten Regelungen einige wichtige Aspekte der Gesundheit außer Acht lassen?

Ich kenne viele Menschen, die alleine leben. Die keine Kinder oder Partner um sich herum haben, die für einen kurzen Drücker oder ein Rücken-Tätscheln zu haben sind. Deren einzige Quelle von zwischenmenschlicher Nähe der Besuch von Freunden oder Verwandten ist — und das sind nicht nur Menschen in Pflegeheimen.

Wer führt wen?
Dies sei tragisch, aber das müsse man eben so hinnehmen, es gehe ja nicht anders.
Diese Sätze höre ich seit Wochen.

Doch was soll ich sagen – in mir regt sich Argwohn. Schon als Schülerin wurde ich „bockig“, wenn es nur eine einzige richtige Antwort auf eine Frage gab – und zwar die des Lehrers. Wenn kein (Frei-)Raum war für verschiedene Perspektiven und Denkweisen, sondern nur: richtig oder falsch, schwarz oder weiß.

Klar, es hat auch sein Gutes, wenn einer sagt, wo es lang geht – und in manchen Beziehungen ist es sogar förderlich: Wenn Menschen noch zu jung sind, um für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, braucht es jemanden, der das liebevoll übernimmt und verantwortungsvoll Entscheidungen trifft – welche bestenfalls dem, der nach Orientierung sucht, nicht schaden.
Ich verteufle weder das Übernehmen von Führung noch die Idee einer leitenden Hand.

Doch an der momentanen Corona-Krise zeigt sich, inwiefern Regierungen recht schnell dazu tendieren, auch Erwachsene wie Kinder zu behandeln – sie trauen ihnen nicht zu, Verantwortung für sich und das eigene Wohlergehen zu übernehmen. Ungefragt übernehmen sie die Verantwortung für uns und unser vermeintliches Wohlergehen – und greifen dabei teils zu drastischen Mitteln.

Und so geben wir dann die Verantwortung ab für unser eigenes Gefühl von Gesund- und Kranksein – und legen es in die Hände führender Entscheidungsträger: Wissenschaftler, Ärzte, Regierungen. Wer gesund ist und wer krank, das bestimmt die WHO, und was dabei hilft, gesund zu bleiben bzw. wieder gesund zu werden, das bestimmen Virologen und Pharma-Konzerne.

Doch was, wenn jemand das Gefühl hat, das ihm/ihr gerade körperliche Nähe und Kontakt dabei helfen, gesund zu bleiben? Was, wenn die innere Balance inklusive des Immunsystems anfängt, zu bröckeln angesichts immer neuer Horror-Statistiken in den Nachrichten und „Keep distance“-Warnhinweisen selbst an Bushaltestellen?

Abwertungen Anders-„Gläubiger“
Ich, die ich viel über die Verhältnismäßigkeit der in den letzten Wochen getroffenen Entscheidungen nachdenke und spreche, werde von den meisten belächelt – so, wie man Menschen belächelt, die immer noch ans Christkind glauben.

Doch geht es hier um weit mehr als um Glaubensfragen: Es geht um Freiheit, um die Änderung demokratischer Grundgesetze und um die Frage, wie weit die Entscheidungsträger eines Staates eigentlich – um das Gemeinwohl zu sichern – in mein persönliches Leben eingreifen dürfen.

Was, wenn ich nicht bereit bin, mein Handy ausspähen zu lassen, um dabei zu helfen, die Ausbreitung des Virus zu verhindern?
Bin ich dann ein Egoist, ein Egomane, ein verantwortungsloser „Assi“? Jemand, dem seine Mitmenschen und die Lage seines Heimatlandes völlig egal sind? Oder übernehme ich nicht genau in dem Moment Verantwortung für mich selbst?

Ist Wissenschaft diskutabel?
Häufig höre ich das Argument, dass man doch über wissenschaftliche Fakten nicht diskutieren könne bzw. müsse.

Ich sage: Selbstverständlich kann man das. Das sollten wir sogar.

Ich möchte nicht bestreiten, dass Ärzte und Wissenschaftler, auf die sich aktuell die Regierungen berufen, aus bestem Wissen und Gewissen handeln. Gleichzeitig glaube ich, dass gerade im Bereich der Medizin viele Zusammenhänge (Körper – Psyche) noch nicht annähernd erforscht sind. Und dass es – gerade im Bereich der Forschung und Wissenschaft – meistens mehr Blickwinkel auf ein Phänomen gibt, als es anfangs den Anschein haben mag.

Streiten erwünscht
Mir fehlen Diskurse:
– Heiligt das Ziel – die Abwendung bzw. Minimierung der gesundheitlichen Gefahr für andere Menschen – den Einsatz von Überwachungsinstrumenten und die Zwangs-„Kasernierung“ von Quarantäne-Verweigern?
– Ist es in Ordnung, wie momentan auf „Regelbrecher“ und Verstöße reagiert wird?
Wenn ich lese: „Die Berliner Polizei hat in den vergangenen zwölf Tagen insgesamt 582 Verstöße gegen die Coronaschutz-Gesetze festgestellt. (…) [Sie] kontrolliert rund um die Uhr, ob sich die Einwohner an die Beschränkungen halten“ (rbb), dann läuft es mir irgendwie kalt den Rücken hinunter.
Wenn ich höre, wie ältere Menschen Ermahnungen aus ihren Wohnzimmerfenstern brüllen, weil einige Kinder oder Jugendliche sich „anmaßen“, auf einen Spielplatz zu gehen – dann denke ich, wie viel Schlimmes wohl schon aus einer „ich meine es doch nur gut“ Haltung heraus passiert ist.

Die Folgen von Ausschluss und Isolation
Und es gibt noch weitere Dimensionen, die mir zu denken geben.
Über die psychischen Folgen von Isolation – diese wird ja nicht umsonst auch als Folterinstrument und zum „Mürbe-Machen“ von Inhaftierten in Gefängnissen eingesetzt – darüber berichtet gerade leider kaum jemand.

Ich frage mich: Welche Formen darf Fürsorge annehmen? Wer entscheidet, was recht ist und was unrecht – und wo fängt eigentlich Denunziantentum an?
Momentan beobachte ich eine neue Form von Rechtschaffenheit: Menschen, die andere Menschen auf aggressive Art und Weise darauf aufmerksam machen, sich an die (neuen) Regeln zu halten.

Doch Menschen sind verschieden, und ihre Reaktionen auf die Kontaktsperren sind verschieden. Wer sich dadurch eingeengt und bevormundet fühlt, der/die hat Gründe dafür. Wem die Einhaltung der Kontaktsperre enorm wichtig ist, der/die hat auch Gründe dafür.
Ich glaube weiterhin an das Gute im Menschen und daran, dass jeder Mensch zu jeder Zeit sein Bestes gibt — und wohl kaum jemand mit Absicht einem anderen Menschen ein Virus überträgt.

Dilemma: Social distancing vs. „auf das eigene Gefühl hören“
Was passiert jedoch, wenn wir uns gegenseitig anschwärzen dafür, auf das eigene Gefühl gehört zu haben, und „wider den Gehorsam“ doch bei der alleinstehenden Mutter im Pflegeheim vorbei gefahren zu sein?

Wenn zehn Erwachsene auf dem Bürgersteig stehenbleiben und sich nicht heranwagen, einem Jungen zu helfen, der auf der Straße mit seinem Fahrrad gestürzt ist – denn es sind doch gerade die Kinder, die den Virus unbemerkt weitergeben können?!

Was, wenn plötzlich kein Raum mehr da ist, auf sich selbst und das eigene (Mit)Gefühl zu hören?

Die Meldungen zu Corona haben es in nur wenigen Wochen geschafft, zum „alles-oder-nichts“, „richtig oder falsch“-Topic zu werden.

In einer Demokratie sollte es erlaubt sein, in viele verschiedene Richtungen zu denken, und auch einmal die Botschaften der Massenmedien kritisch zu hinterfragen, ohne dafür gleich als Verschwörungstheoretiker an den Pranger gestellt zu werden.

„Corona“ ist, im wahrsten Sinne des Wortes, zum Totschlag-Argument avanciert. Und bei diesen Argumenten sollte man, das läge mir auch als Philosophie-Lehrerin am Herzen, immer etwas genauer hinsehen.

Bild von Bild von photosforyou auf Pixabay

7 KOMMENTARE

  1. Liebste Linda,

    ein kritischer Artikel, der um die Ecke der mächtigen Corona-Wand schaut. Das gefällt mir und viele deiner Ansichten kann ich gut nach empfinden, vor allem wenn es das persönliche Dilemma betrifft.

    Das ist schon paradox: das, was aktuell gesund halten soll (Isolation), macht krank. Denn wir Menschen sind biologisch auf zwischenmenschliche Verbindungen angewiesen. (hierzu ein schöner Artikel in NYTimes – https://www.nytimes.com/2020/03/19/opinion/coronavirus-touching.html). Sowohl im körperlichen Sinne, als auch im direkten, verbalen Austausch. Kurzzeitig schaffen wir diese Ausgrenzung, weil Urinstinkte geweckt werden und es eine Art Überlebenskampf ist (kurz & intensiv). Aber langfristig gesehen, so bin ich der festen Überzeugung, können wir diese Kontaktsperre gar nicht halten und das Risiko gesundheitlicher Folgen (physisch & psychisch) steigt. Menschen, die langfristig isoliert (über)leben, sind Überlebenskünstler oder Extremsportler. Zumindest aber nicht diejenigen, die Großteil der Gesellschaft und des aktiven Alltags sind. Ich würde mir wünschen alsbald Wegweiser zu finden, wie man mithilfe des gesunden Menschenverstandes, dem Bauchgefühl und der Eigenverantwortlichkeit zurückfindet in eine Bewegung, die uns nährt und grundversorgt.

    „Staythefuckhome“ nervt mich übrigens mega. Aber wohl eher deswegen, weil es so wunderbar die „#-Sprache“ bedient und jeder sich so flott mit in „Debatte“ einklinken kann. Corona wird „instagramable“ und wir zu Lemmingen ;)…

    • Liebe Silvia,
      vielen Dank für dein Feedback!
      Den Beitrag der NY times zum Thema „skin hunger“ (das Wort kannte ich so noch gar nicht) finde ich bemerkenswert.
      Auch die Idee mit dem Überlebenskampf (der kurzfristig angesagt scheint) erscheint mir total schlüssig.. und das Thema „Isolation“ als etwas, was erst einmal a-typisch für uns Menschen ist. Danke für die bereichernden Gedanken! Linda

  2. Herrjemine, es geht aber nun einmal während einer Pandemie nicht um das „eigene Wohlergehen“ oder um irgendein diffuses persönliches Gefühl, man wünsche sich nun aber unbedingt körperliche Nähe zu seiner 80-jährigen Mutter (und riskiert deshalb womöglich, nicht nur sie, sondern auch alle anderen 150 Pflegeheim-Mitbewohner zu verseuchen und frühzeitig unter die Erde zu bringen). Es dreht sich jetzt einfach mal einmal nicht alles um einen selbst, sondern darum, dass man andere gezielt schützen soll. Das kann doch nicht so schwer sein.

    Und zu Ihrer Frage: „Und muss ich das alles einfach so hinnehmen, weil man mir sagt, dass es so „das Beste“ ist?“ Ja, müssen Sie. Gott Dank gibt es nämlich ein Infektionsschutzgesetz, das ganz klar regelt, wie man sich während einer solch schlimmen Zeit am besten verhält. Ich wüsste nicht, was es da überhaupt groß zu diskutieren gibt.

    Klar kann man einigen Menschen höflich klarmachen: „Bleiben Sie bitte zu Hause.“ Aber es gibt Artikel, da möchte ich am liebsten ganz laut schreien: „Stay the fuck home!“ Bitte tun Sie das einfach. Danke.

    • Guten Tag,
      vielen Dank auch für Ihre kritische Wortmeldung!
      Auch Gesetze dürfen und sollten meiner Ansicht nach kritisch hinterfragt werden dürfen. Doch wer dies aktuell tut, der steht als Egoist im Visier, der mutwillig das Leben anderer Menschen riskiert. Mir sind andere Menschen alles andere als egal, was man sicher auch an meinen anderen Beiträgen auf diesem Blog ablesen kann. Ich sorge mich aktuell darum, was z.B. mit unserem Recht auf Meinungsfreiheit geschieht, und was mit unserem gesunden Mitgefühl.
      Ich nehme wahr, dass die Medien z.T. eher einseitig berichten, und das macht nicht nur mich, sondern auch Medienwissenschaftler stutzig: https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-scharfe-kritik-an-ard-und-zdf-wegen.2849.de.html?drn:news_id=1115290
      Ich vermisse differenzierte Debatten. Das Gehörtwerden unterschiedlicher Perspektiven. Wissenschaftlich fundierte Skepsis.
      Ferner erhebe nicht nur ich meine Stimme im Sinne der Bürgerrechte, sondern mittlerweile auch Rechtsanwälte und Verfassungsrechtler, wie z.B. hier: https://www.fr.de/politik/coronakrise-deutschland-kontaktsperre-koennte-rechtswidrig-sein-13611821.html und hier https://verfassungsblog.de/covid-19-und-das-grundgesetz-neue-gedanken-vor-dem-hintergrund-neuer-gesetze/. Und auch in der Zeit: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-03/ausgangssperren-coronavirus-verweilverbote-kontaktverbot-pandemie-ueberwachung/komplettansicht
      Es gibt des Weiteren tatsächlich mehr als nur eine medizinische Einschätzung hinsichtlich der Gefährlichkeit des Virus und der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen, z.B. die des Virologen Prof Dr. C. Scheller (hier: https://www.youtube.com/watch?v=w-uub0urNfw).
      Und zu guter Letzt bestehen auch einige offene Fragen zur Erhebung der Statistiken: https://multipolar-magazin.de/artikel/coronavirus-irrefuhrung-fallzahlen.
      Ich hoffe ich konnte damit den Blick ein wenig erweitern. Herzlichen Gruß!

      • Vielen Dank auch für Ihre Antwort!

        Das Recht auf Meinungsfreiheit besteht weiterhin – deshalb haben wir ja diese unfassbar abwegigen Theorien im Netz, Corona wäre nur ein Hirngespinst, ein konstruierter Vorwand, um weltweit das Bargeld abzuschaffen und natürlich gibt es immer wieder Einzelpersonen, die Kontaktsperren und Verweilverbote nicht so gerne haben möchten, weil es ja so viel schöner ist, jetzt bei dem warmen Wetter seinen Latte Macchiato im Eiscafé zu schlürfen. Ich bin so froh und dankbar, dass dieses Infektionsschutzgesetz uns auch vor solchen Menschen schützt.

        Führende Wissenschaftler aus allen Ländern dieser Erde sind sich einig, dass es sich hier um eine gefährliche Seuche handelt, die nicht mit der normalen Grippe zu vergleichen ist und die nicht nur zu Toten in Millionenhöhe führen kann, sondern auch die Gesundheitssysteme ganzer Staaten komplett lahmlegen wird. Ich verfolge seit Wochen fast rund um die Uhr alle seriösen Nachrichtenquellen – wer jetzt noch an diesen ganzen Fakten zweifelt, dem ist echt nicht mehr zu helfen.

        Wenn Gefahr droht, neigen Menschen dazu, in einen Fight- or Flight-Modus zu verfallen. Flight wäre in diesem Fall die Flucht in sinnlose Debatten über eine vermeintlich eingeschränkte Meinungsfreiheit, den Nutzen von Versammlungsverboten etc.. Unter Fight verstehe ich die konsequente Umsetzung aller Maßnahmen, um diesen Virus so schnell wie möglich plattzumachen. Also eben die Einhaltung sämtlicher Regeln, die bei einer Pandemie gelten, um so viele Menschenleben wie möglich zu retten. Ich habe mich für Fight entschieden, auch aus Mitgefühl.

        • Liebe Claudia,

          es ist verständlich, dass du bei den aktuellen Meldungen solch eine Meinung entwickelt hast. Es besteht jedoch absolut kein Anlass dazu. Denn selbst die „seriösen Quellen“ kommen jeden Tag mehr und mehr zu dem Entschluss, dass Corona weniger gefährlich ist als eine normale Grippe. Dazu gibt es weltweit zahlreiche Veröffentlichungen, selbst in „The Lancet“ oder dem „New England Journal of Medicine“ (DEN Medizinfachblättern). Du kannst auch während einer Grippewelle jeden Tag die Neuinfizierten veröffentlichen und auch das wird einen wellenartigen Anstieg geben.

          Leider siehst du auch nicht, dass gerade die Maßnahme und die Panikmache die Menschen töten.
          – Soziale Isolation erhöht das Sterberisiko weit mehr als Zigaretten und Fettleibigkeit.
          – Kranke Menschen können nicht mehr behandelt werden, weil durch die Panikmache Desindektionsmittel und Schutzmasken fehlen.
          – Medizinisches Personal muss auf Verdacht zu Hause bleiben und kann keine Kranken mehr behandeln.
          – Ältere Menschen lassen sich nicht mehr in Krankenhäuser einweisen, weil sie Angst haben, dort nicht mehr besucht werden zu dürfen.
          – Menschen dürfen sich nicht mehr von ihren sterbenden Angehörigen verabschieden.
          – Millionen Menschen wird die Existenzgrundlage weggenommen. Sie verschulden sich oder werden in Armut leben. Armut und weniger Wohlstand führen zu einem schlechteren und kürzeren Leben.
          – Überall wird die Arbeitslosigkeit massiv steigen. In den USA wird deswegen mit einem drastischen Anstieg der Selbstmordraten gerechnet.

          Schau dir bspw. die Studie aus England, auf derer Herr Drosten die drastischen Maßnahmen empfiehlt. Die wurde mittlerweile drei Mal geändert und die erwarteten Fallzahlen und Zeitdauer extrem verringert.

          Erinnerst du dich noch an die Schweinegrippe? Auch damals wurden aufgrund des „neuartigen Virus“ Millionen von Toten erwartet. Wie viele sind daran wirklich gestorben?

          Aufgrund des „neuartigen Vorgelgrippevirus“ wurden Millionen von Toten erwartet. Wie viele sind daran wirklich gestorben?

          „In mehreren Ländern mehren sich im Zusammenhang mit Covid19 die Anzeichen, dass „die Behandlung schlimmer als die Erkrankung“ sein könnte.

          Dabei geht es einerseits um das Risiko von sogenannten nosokomialen Infektionen, das heißt Infektionen, die sich der womöglich nur leicht erkrankte Patient erst im Krankenhaus zuzieht. Für Europa wird mit 2.5 Millionen nosokomialen Infektionen und 50,000 damit verbundenen Todesfällen pro Jahr gerechnet. Selbst auf deutschen Intensivstationen erleiden rund 15% der Patienten eine nosokomiale Infektion, darunter auch Lungenentzündungen bei künstlicher Beatmung. Ein beson­deres Problem sind überdies die zunehmend antibiotikaresistenten Keime in Krankenhäusern.

          Ein weiterer Aspekt sind die sicherlich gutgemeinten, aber teilweise sehr aggressiven Behandlungs­methoden, die bei Covid19-Erkrankten vermehrt zum Einsatz kommen. Hierzu zählt insbesondere die Verabreichung von Steroiden, Antibiotika und anti-viralen Medikamenten (oder eine Kombination davon). Bereits bei der Behandlung von SARS-1 Patienten zeigte sich, dass das Erebnis mit einer solchen Behandlung oft schlechter und tödlicher war, als ohne eine solche Behandlung.“ Quelle: https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/

          JEDEN TAG gibt es solche Meldungen.

          Ich weiß, dass du es gut meinst. Gut gemeint ist aber immer noch das Gegenteil von gut gemacht.

          Jetzt werde ich das einzige machen, was wirklich unsere Gesellschaft schützt: Rausgehen an die frihsche Luft, mich bewegen und die Sonne genießen. Denn DAS wären sinnvolle Schutzmaßnahmen.

          Viele Grüße
          Wilhelm Steinfeld

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